Im Februar 2013 unterstützte das damalige Bündnis einen europaweiten Aufruf rund um den EU-Frühjahrsgipfel in Brüssel. Der Text verband Kritik an der europäischen Sparpolitik mit dem Ziel, Proteste und zivilgesellschaftliche Initiativen über Ländergrenzen hinweg sichtbar zu machen.
Vernetzung über Grenzen hinweg
Seit den Aktionstagen in Frankfurt im Jahr 2012 hatten sich soziale Bewegungen, Initiativen und Organisationen in mehreren europäischen Ländern stärker miteinander vernetzt. Der damalige Aufruf beschrieb diese Zusammenarbeit als Versuch, Kritik an Krisenmanagement, Kürzungspolitik und demokratischen Einschränkungen gemeinsam zu artikulieren.
Anlass war der Frühjahrsgipfel der Europäischen Union am 14. und 15. März 2013. Ein Bündnis aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen kündigte für den 13. März dezentrale Aktivitäten in mehreren Ländern an. Für den folgenden Tag war eine größere öffentliche Versammlung in Brüssel vorgesehen.
Die vorgesehenen Aktionstage
Der Text hob hervor, dass lokale Gruppen eigene Formen des öffentlichen Protests entwickeln sollten. Die Vielfalt der jeweiligen sozialen und politischen Situationen sollte dabei erhalten bleiben, während der gemeinsame europäische Bezug sichtbar gemacht wurde.
- Öffentliche Zusammenkünfte im Umfeld europäischer Institutionen und lokaler politischer Orte organisieren.
- Informationsveranstaltungen, Diskussionen und kreative, friedliche Aktionen vorbereiten.
- Lokale Bündnisse bilden und Bezüge zwischen den unterschiedlichen gesellschaftlichen Konflikten sichtbar machen.
- Eine gemeinsame Teilnahme an der Kundgebung und Demonstration in Brüssel prüfen.
- Gewerkschaften und weitere zivilgesellschaftliche Akteure in die Planung einbeziehen.
Brüssel als gemeinsamer Bezugspunkt
Für den 14. März 2013 verwies der Aufruf auf eine zentrale Kundgebung in Brüssel, die auch von gewerkschaftlichen Akteuren unterstützt wurde. Die Versammlung war als Teil eines breiteren europäischen Protestzusammenhangs geplant. Im Mittelpunkt standen Forderungen nach demokratischer Teilhabe und eine Kritik an den sozialen Folgen damaliger Austeritätsprogramme.
Die historische Quelle zeigt, wie das Bündnis seine Rolle verstand: als Teil einer europäischen Vernetzung, die unterschiedliche lokale Erfahrungen zusammenführen wollte. Die hier wiedergegebene Fassung ordnet den Inhalt nachträglich ein und verzichtet auf direkte Übernahmen des ursprünglichen Wortlauts.
Hinweise zur damaligen Planung konnten über die Kontaktseite an das Bündnis weitergegeben werden.